Der Stationäre - Flexibler Annahmedosierer TAKER TL-12

Mit seiner leichteren Bauweise stellt der „kleine Bruder“ der T-Baureihe geringere Anforderungen an die Rahmenbedingungen. Als hofmobile Variante ist er an jedem beliebigen Ort platzierbar und lässt sich speziell in unterschiedliche Verarbeitungsprozesse einbinden. Vielfältige Ausstattungsoptionen machen ihn zu einem wahren Alleskönner.

Idealerweise werden Kompost, Holz/Altholz, Biomasse und Grünschnitt mit dem TAKER TL-12 aufbereitet.

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Praxisbeispiel Einbindung eines TAKER TL-12 in den Gesamtprozess zur Aufbereitung und Einsteuerung von vergärbarem Bioabfall und Grüngut

Prozessoptimierung durch intelligente Verbindungen

Wenn die Fördertechnik dabei meist auch „nur“ Mittel zum Zweck ist, so hat sie bei der Belieferung der Sternsieb- oder SPLITTER-Spiralwellenseparatoren dennoch eine zentrale Bedeutung. Sie dient nicht nur der Verbindung der Komponenten untereinander, sondern ist relevanter Bestandteil im Gesamtprozess. Über Ausgestaltung (Bandtyp), Laufgeschwindigkeit und SPS-gesteuerte Synchronisation werden die einzelnen Anlagenkomponenten mit Material beliefert – konstant und in der erforderlichen Dosierung. Insofern sind intelligent eingerichtete Fördersysteme bestimmende Faktoren für die Effizienz des Gesamtprozesses und die hochwertige Qualität der Endprodukte.  

Am Beispiel des Anlagenprojektes „Aufbereitung von Biomasse zur Erzeugung von Biogas“ bei der in Fulda ansässigen Biothan GmbH soll die Bedeutung unterschiedlicher Fördertechniken in einer Aufbereitungsanlage dargestellt werden.  

Die Biothan GmbH betreibt eine hoch innovative Anlage zur Erzeugung von Bio-Erdgas aus biogenen Reststoffen regionaler Herkunft. Organische Reststoffe (Gewerbeabfall, Gülle, Biotonne) werden energetisch genutzt, indem das durch deren Vergärung erzeugte Roh-Biogas in der letzten Bearbeitungsstufe zu Bio-Erdgas veredelt wird. Die Gärreste finden als Dünger in fester oder flüssiger Form Verwendung in der Landwirtschaft; mit Grünabfällen angereichert als Kompost für Garten und Forst. 

Herausforderungen

Kundenseitig suchte man nach einer Lösung für die Aufbereitung fester Bio-Abfälle (aus der Bio-Tonne) und Grüngut im Sinne der Überführung in eine vergärbare Form. Des Weiteren sollte das aufbereitete Material für die anschließende Beschickung der Vergärungsanlage - bestehend aus zwei Pfropfenstromfermentern – zur Verfügung stehen.  

Die Herausforderung bestand darin, ein weitestgehend störstofffreies Input-Material mit einer Korngröße von bis zu 60-80 mm herzustellen, welches konstant und in der optimalen Dosierung den Fermentern zugeführt wird.  

Die Aufbereitungsanlage sollte möglichst kompakt und platzsparend in der Annahmehalle aufgestellt werden.  

Lösung  

Folgendes Konzept wurde bei der Biothan GmbH umgesetzt (Überblick):  

Das Ausgangsmaterial wird zunächst zerkleinert (1). Über ein Muldenband (2) wird das zerkleinerte Material der stationären Siebanlage MULTISTAR 2-SE (3) zugeführt. Dort erfolgt die Siebung in 2 Fraktionen:

  • Das sog. Überkorn (> 60-80 mm) wird mittels eines Austragebandes (4) in einen Bunker ausgeworfen und zum Teil zurück in den Separationskreislauf übergeben.
  • Das Feinkorn wird als Gutmaterial mit der erforderlichen Korngröße von maximal 60-80 mm weiter verarbeitet.

Folien und andere Störstoffe werden mittels eines Windsichters (5) herausgefiltert. Der Austrag des Feinkorns erfolgt über ein schwenkbares Haldenband (6), welches Betonbunker zur Bevorratung des Materials (7) beschickt. Das Haldenband ist an seinem Ende mit einem Ultraschall-Sensor ausgestattet und steuert das Band, sobald ein Auswurfkegel eine definierte Höhe erreicht hat, auf den nächst möglichen freien Platz. Der fertige Kegel wird dann mittels eines Hallenkrans auf die Gesamtbunkerfläche verteilt. Der Bunker dient u. a. auch als Pufferspeicher, um über die Bevorratung von Input-Material für konstante Versorgung der Fermenter an 365 Tagen im Jahr zu gewährleisten. Für die Beschickung der beiden Pfropfenstromfermenter lieferte Anlagenbau GÜNTHER den Annahmedosierer TAKER TL-12-18 (8), der das Input-Material über ein Austrageband (9) dosiert auf ein reversierbares Verteilband (10) abgibt und dadurch die optimale Belieferung der Fermenter sicherstellt. Beide Bänder wurden eingehaust, da sich im Außenbereich befinden. Die Befüllung des TAKER erfolgt mittels des Hallenkrans. Der TAKER steht auf einer Wägeeinrichtung mit vier Wiegezellen als Bestandteil der elektronischen Befüllungssteuerung.  

Anforderungen an die Fördertechnik  

Die Fördertechnik greift steuernd in den Gesamtprozess ein. Die ideale Ausprägung der einzelnen Bandtypen und die prozessuale Synchronisation der einzelnen Förderkomponenten durch optimale SPS-Programmierung sind essentielle Voraussetzungen für die Erzielung einer größtmöglichen Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses. Insgesamt wurden im Projekt „Aufbereitung Biomasse“ fünf Förderbänder unterschiedlicher Ausprägung verbaut:  

  • Muldenband zur Austragung des zerkleinerten Materials bzw. Zuführung des Materials zur Separationsanlage MULTISTAR 2-SE
  • HD-Band als Überkornaustrageband
  • Schwenkbares, sensorgesteuertes Haldenband für den Austrag des Gutmaterials bzw. die Beschickung des Betonbunkers
  • Muldenband für den Materialaustrag vom Annahmedosierer TAKER L3
  • HD-Band als reversierbares Verteilband zur Belieferung der beiden Pfropfenstromfermenter  

Biothan ist mit der Funktionalität der Anlage äußerst zufrieden:

„Die Anlage läuft konstant und stabil. Gerade die Ausgestaltung der Fördertechnik sorgt dafür, dass alle Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind. Dadurch werden die beiden Fermenter an 365 Tagen im Jahr mit Rohmaterial in der erforderlichen Beschaffenheit und Menge beliefert“Geschäftsführers Sebastian Tews.

Technische Daten

FördereinheitKratzboden (Kettengurt als Option)
DosierungsartDosierwalze
Arbeitsbreite1,20 m
Fassungsvolumen8 m³ oder 12 m³ (ohne optionale Wanderhöhung)
Durchsatz nach Gewicht10 t/h - 200 t/h
Durchsatz nach Volumen30 m³/h - 400 m³/h
Geeignete MaterialienKompost, Holz, Biomasse, Grünschnitt
Dichte der Materialien200 kg/m³ – 700 kg/m³
Optionen

Bunkerwanderhöhung, Kettengurt statt Kratzboden, Übergabetrichter kundenspezifisch, Hofmobile Ausführung, ­ Überbandmagnet,­ Verschiedene Werkzeuge zur Bestückung der Dosierwalze, Einstiegstür, Aufstiegshilfe, Füllstandsanzeige, ­Wiegevorrichtung, Flexibel ausführbarer Übergabetrichter auf Folgeaggregate, Kundenspezifische Fördergeschwindigkeiten, ­Integrierte Steuerung zur Abstimmung mit Folgeaggregaten, Umlenkhaube als Wartungsöffnung, feste oder faltbare ­Austragebandsysteme, Unterbauten kundenspezifisch, Höhenverstellung Dosierwalze, ­Dosierwalze leicht demontierbar, Steuerungsverknüpfung zu vor- und nachgeschalteten Aggregaten, Sonderlackierung

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